Entsafterarten

Die Auswahl an verschiedenen Entsafter-Arten und Modellen ist riesig. Schon vor dem Kauf sollten Sie sich daher über die verschiedenen Produkte informieren und ihre Vor- und Nachteile gegenüberstellen. Auf unserer Seite Testbericht haben wir verschiedene Modelle getestet und untereinander verglichen.

In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Entsafter-Arten es gibt und worin sich ein Zentrifugalentsafter von einem Slow-Juicer unterscheidet. Abschließend gehen wir noch darauf ein, was man bei dem Kauf eines Entsafters beachten sollte und beantworten häufig gestellte Fragen zu den Geräten.

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1. Entsaften oder Mixen?

Häufig stellt sich die Frage: Entsafter (auch oft Juicer genannt) oder Mixer, was ist besser? Dazu ist es wichtig, die Unterschiede der beiden Geräte zu kennen 

Beim Entsafter wird Saft aus dem entsprechenden Obst oder Gemüse gepresst. Dabei wird das Fruchtfleischen (auch Trester genannt) von der Saftpresse aussortiert, wodurch ein klarer und flüssiger Saft entsteht. Im Gegensatz dazu, wird bei einem Mixer, das ganze Obst oder Gemüse zu einem Smoothie püriert. Diese sind eher dickflüssig, da meist auch die Schale und Kerne mit verarbeitet werden. 

 

Mit einer Saftpresse erzeugter Saft ist also mehr als Getränk einzustufen. Durch die fehlenden Faserstoffe ist er leicht verdaulich, d.h. der Körper kann ihn sehr schnell in Energie umwandeln. Smoothies hingegen halten durch den hohen Faseranteil länger satt. 

Ob nun entsaften oder mixen besser ist, kann also nicht eindeutig beantwortet werden.  

Der Saft überzeugt mit seiner Leichtigkeit und mit der schnell Nährstoffaufnahme. Smoothies hingegen stellen wichtige Ballaststoffe zur Verfügung. Es entscheidet also der persönliche Geschmack. 

2. Welche Entsafter-Arten gibt es?

Sie haben sich dazu entschieden einen Entsafter zu kaufen. Nun stellt sich die Frage, welche Art von Entsafter ist der Richtige für Ihre Bedürfnisse. Im Folgenden haben wir die unterschiedlichen Modelle aufgelistet.  

2.1 Zitruspresse

Diesen kleinen Küchenhelfer kennen Sie möglicherweise schon aus Ihrer Küche. Mit ihm können Sie Zitrusfrüchte per Hand auspressen. Dazu schneiden Sie die Frucht in zwei Hälften und legen sie auf den spitz zulaufenden Kegel. Die spitzen Kanten drücken das Fruchtfleisch ein und der Saft fließt in den Auffangbehälter. Kerne werden durch das Sieb aufgefangen. Hier gibt es elektrische und manuelle Modelle. Bei einer manuellen Zitruspresse, auch Hebelpressen genannt, muss die Frucht durch eigene Muskelkraft auf den Kegel gedrückt werden.

Zitruspressen bestehen meist auf Kunststoff oder Edelstahl. Diese Materialien sind einfach zu reinigen und bleiben somit hygienisch sauber. Nachteil einer Zitruspresse ist, dass sie grundsätzlich nur Zitrusfrüchte geeignet sind.

Zitruspresse als Entsafter in Benutzung mit Orangensaft

2.2 Slow-Juicer

Der Slow-Juicer ist, wie es der Name sagt, eine langsam drehende Saftpresse. Anders als bei der Zitruspresse, kann hier verschiedenes Obst und Gemüse, aber auch Kräuter und Blattgemüse entsaftet werden. Slow-Juicer arbeiten mit einer eigenen Entsaftungstechnik. Ihre Drehzahl ist dabei geringer als die von Zentrifugalentsaftern.

 

Vorab sollten Sie alle Zutaten zerkleinern und gegebenenfalls auch entsteinen, damit sie in den Einfüllschacht passen. Im Juicer werden die Zutaten mit dem Schneidewerk zerkleinert und anschließend durch die sogenannte Pressschnecke gequetscht. Der Saft läuft in den Auffangbehälter. Die Reste der Zutaten, auch Trester genannt, fallen in einen separaten Behälter. Aufgrund der langsamen Verarbeitung enthält dieser Saft mehr Vitamine und Mineralstoffe.

Nachteil ist, dass hartes Obst und Gemüse nur schlecht oder gar nicht verarbeitet werden kann.

Slow-Juicer Entsafter von Gastroback in Benutzung mit Obst

2.3 Dampfentsafter

Früher nutzten viele Hausfrauen den Dampfentsafter. Dieser besteht aus drei aufeinandergestapelten Töpfen. In den untersten Topf wird Wasser eingefüllt, denn hier soll der Dampf erzeugt werden. Darüber wird der Behälter zum Auffangen des Saftes gestellt. Darauf kommt nun der siebähnliche Fruchtkorb. Zum Schluss folgt noch ein Deckel zum Abdichten.

Der Dampfentsafter ist sehr gut für größere Mengen Obst geeignet. Sollten Sie einen Garten mit Fruchtbäumen haben und möchten diese Verwerten, lohnt sich dieses preiswerte Modell. Die damit hergestellten Säfte sind durch die Hitze länger haltbar, als mit den anderen Modellen. Jedoch gehen mit dem Aufwärmen wichtige Nährstoffe verloren und auch die Anwendung ist etwas zeitaufwendiger.

Dampfentsafter in Benutzung mit Früchten im Garten

2.4 Zentrifugenentsafter

Der Zetrifugenentsafter eignet sich besonders dann, wenn Sie Saft aus hartem Obst und Gemüse herstellen möchten. Dabei wird das Pressgut zu Mus gerieben und anschließend mit hoher Geschwindigkeit geschleudert. Nachteil bei diesen Vorgang ist, das Sauerstoff eindringt, welche den Saft leichter oxidieren lässt. Diese Oxidation lässt nicht nur den Saft dunkler erscheinen, sondern es gehen auch wichtige Nährstoffe verloren.

 

Zentrifugen Entsafter sind preiswerter als Slow-Juicer. Sie arbeiten schnell, auch bei einer größeren Menge. Sollten Sie es morgens eilig haben und möchten dennoch nicht auf einen frisch gepressten Saft verzichten müssen, ist dieses Modell bestens geeignet.

Philips Zentrifugalentsafter in Benutzung

3. Unterschied zwischen Zentrifugenentsafter und Slow-Juicer

Im folgendem möchten wir nochmal auf die Unterschiede der zwei beliebtesten Entsafter-Arten eingehen:

3.1 Zentrifugenentsafter – schnell und preisgünstig

Bei einem zentrifugalen Entsafter dreht sich der Behälter mit einer hohen Geschwindigkeit. Diese hohen Drehgeschwindigkeiten sorgen dafür, dass auch harte Zutaten schnell entsaftet werden. Viele Modelle besitzen auch eine breitere Einfüllöffnung, welche Ihnen das zeitaufwändige Zerkleinern von Obst und Gemüse erspart.

Nachteil ist, das sich die Zutaten bei der hohen Umdrehung erhitzen. Dazu gelangt auch Sauerstoff in den Saft, was dafür sorgt, dass einige Nährstoffe verloren gehen. Faserreiche Lebensmittel, wie Kräuter oder Blattgemüse kann dieser Entsafter kaum verwerten.

Vor- und Nachteile des Zentrifugenentsafters im Überblick:

Vorteile:

  • Ideal bei hartem Obst und Gemüse
  • Schnelle Zubereitung
  • Preiswert
  • Größere Mengen schnell zubereitet

Nachteile:

  • Laut 
  • Nährstoffe gehen verloren
  • Nicht für Kräuter und Blattgemüse geeignet

3.2 Slow-Juicer – vielseitig und nährstoffreich

Anders als bei zentrifugalen Entsaftern, werden beim Slow Juicer die Zutaten durch langsam drehenden Pressschnecken zerquescht. Hier wird die natürliche Kaubewegung im Mund nachgeahmt. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass die Zutaten schonend verarbeitet werden. Bei diesem Modell entsteht demnach auch keine Hitzentwicklung und es bleiben viele Nährstoffe erhalten. Dies zeigt sich auch in einer besseren Saftqualität mit einem stärkerem Aroma.

Ein Nachteil von Saftpressen ist, dass Sie alle Zutaten stark zerkleinern müssen. Auch sind diese Geräte sehr viel langsamer, wodurch Sie mehr Zeit einplanen müssen.

Vor- und Nachteile des Slow-Juicer im Überblick:

Vorteile:

  • Natürliche und schonende Zubereitung
  • Entsaften von Kräuter und Blattgemüse möglich
  • Nährstoffe bleiben erhalten
  • Vielseitige Zubereitungen

Nachteile:

  • Hochpreisig
  • Nicht für hartes Obst und Gemüse geeignet
  • Arbeitsaufwendiger
  • Zeitintensiv

4. Was ist bei dem Kauf eines Entsafters zu beachten?

Sie kennen nun die verschiedenen Modelle zum Entsaften. Dennoch gibt es noch viele Dinge auf die man vor dem Kauf achten sollte. Hier finden Sie eine kleine Checkliste:

1. Zuerst sollte Sie sich überlegen, welche Entsafter-Art für Sie in Frage kommt. Möchten Sie nur einen frischen Orangensaft, so ist die Zitruspresse optimal. Möchten Sie jedoch Obst und Gemüse schnell entsaften, dann wäre der Zentrifugenentsafter das richtige Modell. Sie sehen also, jedes der Modelle hat seine Vorzüge.

2. Achten Sie auf die Leistung des Geräts. Ein Zentrifugenentsafter braucht einen leistungsfähigen Motor mit hoher Wattzahl um gut zu entsaften. Slow-Juicer arbeiten jedoch mit einer niedrigeren Leistung, um eben so viele Nährstoffe wie möglich zu erhalten.

3. Die Größe des Einfüllschachts kann entscheidend sein. Die meisten Entsafter haben eine Einfüllöffnung mit einem Durchmesser zwischen 5 und 8 cm. Umso größer die Öffnung ist, desto weniger müssen Sie vorab zerkleinern. Das spart Zeit und Arbeit.

4. Vergessen Sie nicht das Thema Sicherheit. Achten Sie deshalb darauf, ob das Gerät ein GS-Zeichen hat. Dieses Zeichen bestätigt die geprüfte Sicherheit des Geräts. Es sollten aber auch weitere Sicherheitsmechanismen eingebaut sein, um einen sicheren Umgang zu schaffen. Dazu gehören: Sicherheitsverriegelung, Überhitzungsschutz und Anti-Rutsch-Füße.

5. Kostengünstige Entsafter bestehen meist aus Kunststoff, während hochwertigere Modelle auf Aluminium und Edelstahl setzen. Achten Sie darauf, dass alle Teile aus Kunststoff BPA-frei sind. Denn hierbei handelt es sich um gesundheitsschädigende Weichmacher, die nicht in Kontakt mit Lebensmittel kommen sollten.

6. Achten Sie auch bereits vor dem Kauf, ob alle Teile des Entsafters abnehmbar sind und auch wenn möglich in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden können. Das kann nicht nur sehr viel Zeit sparen, sondern macht es auch deutlich hygienischer.

5. FAQ- Häufige Fragen zu Entsafter

Wie viel kostet ein Entsafter?

→ Je nach Art kann der Preis stark variieren. Günstige Zitruspressen gibt es schon ab 30 Euro. Hochwertige Slow-Juicer kosten oft auch mehr als 300 Euro.

Wie lange ist der frisch gepresste Saft haltbar?

→ Grundsätzlich sollte frischer Saft innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Wenn Sie ihn kühl und dunkel lagern, wie im Kühlschrank bei 5 bis 8 Grad, können Sie ihn auch noch 72 Stunden später genießen.

Kann ich den Trester verwerten?

→ Die Tresterreste eignen sich sehr gut zum Kochen. Gemüsereste eignen sich gut für Saucen und Suppen. Obstsorten eignen sich auch gut zum Backen. Hierzu kann man auch verschiedene Rezepte im Internet finden.

Wieviel Watt benötigt ein Entsafter? 

 

→ Machen Sie die Leistung des Gerätes abhängig davon, wie oft das Gerät nutzen und was Sie entsaften möchten. Entsaften Sie nur eine kleine Menge Obst und nicht täglich, ist ein günstiges Modell mit 350 Watt ausreichendFür das Entsaften vieler Obst- und Gemüsesorten ist ein Modell mit ca. 1.000 Watt die richtige Wahl.